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Spot-Request-Workflow

So erstellen Sie eine Spot Request

Eine belastbare Spot Request gibt allen eingeladenen Suppliern dieselben operativen Fakten und dieselbe kommerzielle Grundlage. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie die Daten vorbereiten, geeignete Kontakte auswählen und die Anfrage vor dem Versand prüfen.

1. Sendungsdaten vor dem Öffnen des Formulars vorbereiten

Sammeln Sie die Fakten zuerst beim operativen Verantwortlichen sowie aus Packliste, Auftrag oder Transportanweisung. Offene Punkte sollten ausdrücklich geklärt werden. Andernfalls kalkulieren Supplier unterschiedliche Annahmen, obwohl die Angebote später nebeneinanderstehen.

DatengruppeMindestens festlegenWarum das wichtig ist
Transport und LeistungsumfangLuft, See, Strasse oder offen; Door-to-Door, Door-to-Port oder Port-to-Door; bei Bedarf FCL/LCL beziehungsweise FTL/LTLLegt fest, welche Leistungen und Betriebsmittel zu kalkulieren sind.
Parteien und RouteShipper, Consignee, Abhol- und Lieferort; gegebenenfalls IATA- oder UN/LOCODE-CodesVerhindert Angebote für abweichende Relationen oder Übergabepunkte.
TermineAngebotsfrist, Ladebereitschaft, späteste Lieferung und vereinbarte Incoterms®-RegelGleicht Dringlichkeit, Kapazitätsprüfung und Verantwortlichkeiten ab.
FrachtWare, Verpackung, Stückzahl, Gewicht pro Stück, Abmessungen, Stapelbarkeit und GesamtgewichtErmöglicht Kapazitäts-, Equipment- und Abrechnungsprüfung.
SonderanforderungenTemperatur, Gefahrgut, Sicherheitsstatus, Equipment-Vorgaben und DokumenteMacht Annahmebeschränkungen vor der Offerte sichtbar.
Kommerzielle BasisBasiswährung, All-in oder Einzelpositionen, gewünschte Kostenarten und AuswahlkriterienErhöht die Vergleichbarkeit von Preis und Leistungsumfang.
Orte und Verantwortlichkeiten eindeutig benennen. Die ICC erläutert, dass Incoterms® Aufgaben, Kosten und Risiken zwischen Verkäufer und Käufer verteilen. Halten Sie daher die vereinbarte Regel mit benanntem Ort fest. UN/LOCODE der UNECE dient der eindeutigen Identifikation von Handels- und Transportorten.

Leiten Sie eine Gefahrgutklassifizierung nie nur aus einer allgemeinen Warenbezeichnung ab. Laut IATA trägt der Shipper die Verantwortung für die korrekte Klassifizierung im Lufttransport; für Gefahrgutsendungen ist zudem die jeweils erforderliche Erklärung vorzubereiten. Ziehen Sie bei Bedarf qualifizierte Fachpersonen und aktuelle verkehrsträgerspezifische Vorschriften hinzu.

2. Spot Request in Spoterix erstellen

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Grunddaten festlegen

Öffnen Sie New Spot Request. Erfassen Sie einen eindeutigen internen Titel, Transportart und Leistungsumfang. Wählen Sie den Ladungstyp, falls dieser für den Verkehrsträger erforderlich ist. Legen Sie Basiswährung sowie All-in- oder Einzelpreisstruktur fest. Bei Einzelpositionen wählen Sie die benötigten Kostenarten, etwa Abholung, Hauptlauf, Treibstoff, Zoll, Terminalkosten, Zustellung oder Gefahrgutzuschlag.

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Parteien und Route bestimmen

Wählen Sie Shipper und Consignee aus den Verzeichnissen. Deren gespeicherte Adressen werden zunächst als Abhol- und Lieferort verwendet. Aktivieren Sie die Adressabweichung nur, wenn der operative Ort von der kommerziellen Partei abweicht. Ergänzen Sie bei Luftfracht die IATA-Codes und bei Seefracht die Hafencodes.

Spoterix-Routenschritt mit fiktiven Shipper- und Consignee-Einträgen, Abhol- und Lieferadresse sowie den Flughafencodes ZRH und MAD
Wählen Sie zuerst die kommerziellen Parteien. Überschreiben Sie Abhol- oder Lieferort nur bei einer echten operativen Abweichung. Alle Screenshot-Daten sind fiktiv.
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Termine, Supplier und Kriterien ergänzen

Wählen Sie Incoterm, Angebotsfrist, Ladedatum und spätestes Lieferdatum. Die Angebotsfrist muss vor dem Ladedatum liegen; die späteste Lieferung darf nicht vor dem Laden liegen. Aktivieren Sie anschliessend die gewünschten Supplier-Quellen und wählen Sie mindestens einen konkreten Kontakt. Als Auswahlkriterien stehen kürzeste Laufzeit, günstigstes Angebot, möglichst direkte Verbindung und Supplier Score zur Verfügung. Kriterien können sichtbar oder intern bleiben.

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Sendungs- und Verkehrsträgerdaten erfassen

Erfassen Sie jede Packstückzeile mit Stückzahl, Gewicht pro Stück und Abmessungen. Ergänzen Sie Verpackungsart, Warenbezeichnung und Stapelbarkeit. Spoterix berechnet die Zeilengewichte aus Stückzahl und Einzelgewicht. Füllen Sie danach preisrelevante Zusatzfelder aus, zum Beispiel Luftfrachtsicherheitsstatus, Containertyp, Kühltemperatur, Lkw-Typ, Direktflugwunsch oder Routing-Hinweise.

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Sonderanforderungen und Dokumente hinzufügen

Kennzeichnen Sie Gefahrgut, Temperaturführung, Pharma-Anforderungen und weitere operative Einschränkungen. Fügen Sie Packliste oder Handelsrechnung bei, wenn dies Rückfragen reduziert. Die dokumentengestützte Vorbefüllung kann Daten vorschlagen; prüfen Sie jeden Vorschlag gegen das Originaldokument.

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Vor dem Erstellen prüfen

Kontrollieren Sie unter Review & Submit Route, Termine, Fracht, Preisbasis, Kriterien und Empfängerliste. Nutzen Sie die Suche bei vielen Kontakten. Beheben Sie markierte Fehler und entfernen Sie unbeabsichtigte Empfänger, bevor Sie Create Spot Request wählen.

3. Supplier aus der eigenen Datenbank auswählen

My address book enthält die Supplier und Kontakte Ihrer Shipper-Organisation. Die Auswahl erfolgt auf Kontaktebene. Das ist relevant, wenn ein Unternehmen unterschiedliche Personen oder Gruppenpostfächer für Luft-, See- und Strassenfracht verwendet.

  • Wählen Sie zuerst die Transportart; Kontakte werden anhand ihrer hinterlegten Verkehrsträger gefiltert.
  • Öffnen Sie die Supplier-Liste und behalten Sie nur die für Relation und Leistung verantwortlichen Empfänger.
  • Legen Sie einen neuen Supplier direkt im Wizard an, wenn der Partner noch fehlt.
  • Prüfen Sie die Auswahl nach einem Wechsel der Transportart erneut, da Spoterix sie an den neuen Modus anpasst.

Die eigene Datenbank eignet sich für bestehende Geschäftsbeziehungen, nominierte Partner und bekannte Ansprechpartner. Wählen Sie nicht pauschal jedes gespeicherte Postfach: Jeder ausgewählte Kontakt erhält die Anfrage.

4. Supplier aus der Master-Supplier-Datenbank auswählen

Das UI-Feld Global supplier directory zeigt zentral gepflegte Master-Kontakte, einschliesslich Suppliern, die noch nicht im eigenen Adressbuch stehen. Die Quelle kann allein oder gemeinsam mit den eigenen Kontakten genutzt werden.

Auch Master-Kontakte werden nach der gewählten Transportart gefiltert. Sie können einzelne Kontakte oder alle passenden Verzeichniskontakte auswählen. Taucht ein Supplier in beiden Quellen auf, führt Spoterix die gewählten Kontakte zusammen und blendet gleiche E-Mail-Adressen aus dem Master-Ergebnis aus.

Spoterix-Supplier-Auswahl mit aktivem eigenen Adressbuch und globalem Supplier-Verzeichnis sowie ausgewählten fiktiven Kontakten
Beide Supplier-Quellen lassen sich kombinieren. Wählen Sie nur Kontakte, die zur Transportart und zum geplanten Sourcing passen. Alle Screenshot-Daten sind fiktiv.
Ein Verzeichniseintrag ersetzt keine Qualifizierung. Ein vorhandener Kontakt ist eine Sourcing-Option, aber kein Nachweis für Eignung bei jeder Ware, Relation, Leistung oder regulatorischen Anforderung. Wenden Sie vor einer Vergabe den Qualifizierungs- und Due-Diligence-Prozess Ihrer Organisation an.

5. Anforderungen an vergleichbare Angebote

Vergleichbarkeit entsteht bereits in der Anfrage. Alle Supplier müssen dieselbe Relation, Fracht, Terminlage und Verantwortungsabgrenzung kalkulieren.

  • Ein Leistungsumfang: Abholung, Hauptlauf, Zoll, Terminalleistungen und Zustellung für alle gleich definieren.
  • Eine kommerzielle Basis: dieselbe Basiswährung und entweder einen All-in-Preis oder identische Kostenpositionen verlangen.
  • Eine Frachtgrundlage: Stückzahlen, Masse, Gewichte, Verpackung, Stapelbarkeit und Sonderanforderungen identisch bereitstellen.
  • Ein Terminrahmen: Angebotsfrist, Ladebereitschaft und gewünschte Lieferung eindeutig festhalten.
  • Explizite Annahmen: Laufzeit, Routing, Equipment, Freizeiten, Gültigkeit und Ausschlüsse abfragen, wenn sie entscheidungsrelevant sind.
  • Vorab definierte Kriterien: Auswahlkriterien vor Eingang der Angebote festlegen und ihre Sichtbarkeit bestimmen.
Spoterix-Abschlussprüfung mit sechs fiktiven Kontakten bei drei Suppliern
Die Abschlussprüfung zeigt jeden Empfänger und Supplier. So lassen sich unbeabsichtigte Kontakte vor dem Versand entfernen. Alle Screenshot-Daten sind fiktiv.

6. Typische Fehler und Gegenmassnahmen

FehlerFolgeBesser
Nur Gesamtgewicht erfassenHandling, Kapazität, Volumengewicht und Equipment-Fit bleiben offen.Stückzahl, Einzelgewicht, Masse, Verpackung und Stapelbarkeit angeben.
Partei und physischen Ort verwechselnAbholung oder Zustellung wird an die falsche Adresse kalkuliert.Shipper und Consignee wählen, Abweichung nur für einen anderen operativen Ort nutzen.
Incoterm ohne benannten OrtKosten- und Risikoabgrenzung bleibt unklar.Regel und benannten Ort im Vertrag und Anfragekontext bestätigen.
All-in- und Einzelpreise mischenDie Summen enthalten unterschiedliche Leistungen.Eine Preisstruktur und identische Pflichtpositionen vorgeben.
Alle verfügbaren Kontakte einladenDoppelarbeit, unnötige E-Mails und unklare Zuständigkeit.Verantwortliche Person oder Gruppenpostfach nach Modus und Relation auswählen.
Transportart wechseln, Empfänger nicht prüfenDie Kontaktmenge kann durch die erneute Filterung wechseln.Empfängerliste nach jeder Modusänderung kontrollieren.
Sonderfracht erst nach der Offerte erwähnenAngebot kann ungültig werden oder muss neu kalkuliert werden.Temperatur, Sicherheit, Gefahrgut und Handling vor Versand deklarieren.
Abschlussprüfung überspringenFalsche Daten oder Empfänger verlassen die Organisation.Bei risikoreichen Anfragen ein Vier-Augen-Prinzip verwenden.

7. Best-Practice-Checkliste

  • Verwenden Sie einen Titel, der Relation, Fracht oder Projekt eindeutig identifiziert, ohne unnötige sensible Angaben offenzulegen.
  • Lassen Sie Route, Stückzahl, Masse, Gewicht, Ladebereitschaft und Sonderhandling vom operativen Verantwortlichen bestätigen.
  • Setzen Sie eine realistische Angebotsfrist vor dem Ladedatum und geben Sie Suppliern Zeit für Kapazitätsprüfungen.
  • Verwenden Sie eine Preisstruktur und eine Basiswährung für alle Eingeladenen.
  • Wählen Sie Kontakte nach Zuständigkeit, Transportart, Geografie und Qualifikation statt nur nach Anzahl.
  • Teilen Sie nur notwendige Dokumente, die für alle ausgewählten Empfänger freigegeben sind.
  • Prüfen Sie Empfänger und Annahmen vollständig, bevor Sie die Spot Request erstellen.
  • Dokumentieren Sie Klarstellungen mit Scope-Änderung und aktualisieren Sie bei Bedarf alle betroffenen Supplier.

Massgebliche Referenzen